Günter Heinen aus Conneforde hielt bei der Sonnenwendfeier am 24. Juni 2007 in Conneforde die "Feuerrede"
(siehe unten)

Sünnenwendfier 2007 in Connfor

Sommertied

Een Bild, een Gruß to de Sommertied.
De Himmel blau, so hoch und wiet.
An´n Wägesrand, an`n Ackerrain
Sünd Kamillen vull and blaihn.
Dat is, as har de Sünn er weckt,
de Blom sick naoh`n Himmel streckt.
De witte Wulk an`t Himmeltstelt
straokt  mit liesen Wind dat Blütenfeld.
De Himmel blau, so hoch und wiet,
dat ist Sommertied.

Mit dit lüttje Gedicht von „Maria Westerkamp“ goht miene Gedanken trüg no de Sommertied int Johr 1920, as hier ton ersten mol ene Sünnenwendfier ob den Barg in Connfor stattfund.
In Johr 1923 wor den von de domoliegen Anwohner rund um den Barg disse schöne Steenkuppel mit de Inschrift in de Tofel anfertigt.

Wo kemen use Vorfohren dor to, so en Naturdenkmol to bon?
Hierto möt man wäten, dat de Sün ene gewaltige utergewöhnlich starke Bedütung vor de domolige Bevölkerung har.

Wer nix mit emp de Heizung op drein und schön warm sitten oder int Auto stiegen un fein gemütlich utföhrn. Umso so verständlicher dat de sick gewaltig op de Sün und den Sommer freuen und  de warmen Sünnenstrohlen mit Körper und Seel geneten den.
Överhopt lewen de Minschen to de domolige Tied in en ganz annert Verhältnis to de Natur at vondogen. Se beobachten de enzelnen Vorgänge dat ganze Johr hindör gründlich. Vele von use Vörforn weern Selbstversorger und kennen sick deshalb got mit de Vörgänge von Sünn, Wind, Regen, Mond und de veer Johrestieten ut.

Jo, de Tied weer domols gewiß nich enfach und vör de meisten Minschen allet anners at rosig. Veele Inwohner ut Nurddütschland wandern domols ut no Amerika und versproken sick dor en beteret Leben. Ower wie het dat so schön, in de Not holt de tosomen.
Un so kemen se hier in Connfor dorto, disse Naturbühne to boen.
Up de Inschrift von de Tafel up den Barg steit in letzten Satz:“Un Ahn und Enkel  würdig to wesen, dat schwört wie free Sassen und Freesen.“

Und genau bi dissen Satz wer ick nodenklich. Gewiß geiht de meisten Minschen dat materiell beeter as domols. De Freeheit hebt wie no eene leidvolle Tied, een schrecklichen Krieg mit unendlich veel Verluste in de Zivielbevölkerung bekomen.
Vele Minschen hebt ere angestammte Heimot verloren. Dat wüllt wie nich vergeten.

No een rasantes Wirtschaftswachsdom in Westen gelung us Dütschen den, no de Delung von West und Ostdütschland,  de  so lang ersehnte Wöllerverenigung.

Und doch, wenn man dat lesde Johrhundert Revue passieren let, den wat man hüde schon etwas nodenklich. Den no all den wirtschaftlichen Erfolg is us ers jetzt richtig klor wurden – dat wie use Umwelt, us Ökosystem, ene ganze Menge to veel to mot hevt.

Use schöne Planet Eer het dör de annere Lebenswies, gegenöver fröher Schoden nohmen. Et wat höchste Tied dat de Minschen sick woller besinnen dot und gegenstürn dot. Gerode in de letzten Weltklimabericht wur jeden enkelten bewusst, dat wie so nich witermoken könnt.
Jeder von us is  upropen sick dessen bewusst to weern und to handeln.

 

Nur dör intensive Forschung von de Wissenschaft und dör scharpe Gesetzesvörlogen sietens de enkelten Riegierungen wat dat möglich wen, Veränderungen von us Klima tomindest to verlangsomen.

 

Nu  bin ick woller bi den letzen Satz von de Inschrift an de Tofel von Heinenbarg anlangt.
Un Ahn un Enkel  - würdig to wesen- dat schwört wi free Sassen und Fresen.
Wer dat nich wunnerbor, wenn uk use Nokomen, de schöne Heimat noch so erleben kunnen, wie use Generation dat kunnt hett?!

 

Wenn wie disse Sünnenwendfier up den „ Heinenbarguk för use tokomden Generationen erholen kunnen?!
Wo wie jedet Johr upt nee doran erinnert wert, dat use Sünn den höchsten Stand vant Johr errekt het und dat mit de avnehmende Sünnenschientied woller Arnt und Vorräte vörn Winter sammelt wird.

Ick  meen, gerode in de lesde Tied, wo wie fast jeden Dag in de Medien öwer den Klimowandel unnericht wird, is et an de Tied, sick öwer de veelen Vorgänge in de Natur bewusster to weern.
För use Vörfohren weern dat allns selbst-verständliche Vorgänge.
Vondogen goht wie enfach in den Supermarkt und holt us all dat, wo us jüs de Sinn na steiht.

Jedet enkelte Deel, ov Lebensmittel oder andere Wirtschaftgöter, allns wat dör de ganze Welt hin und her kutschiert.
Genauso is dat, wenn wie us int Flugzeug set und dör de Welt trimmt, oder int Auto us Urlaubsziel anstürt. Ov dat all wirklich so richtig is, dat möt sich noch rutstellen.

Mi is natürlich klor, dat vör den enkelten von us disse Lebenswies üters angenehm is und freewillig nüms dor up verzichten will. Ower dör umweltfründliche Technik för use Autos, Kraftwerke, Heizungen und use Hüs is dat möglich, gegen to stürn. De Minschen möt begriepen, dat wie up disse Wies dor to bidrägen könnt, usen Planeten Eer vör Schoden to bewohren.

De Sünn is ens von velen, de dor to bidregen kann.
Ick denk an de Solarenergie un de veelen Möglichkeiten. Nelichst hebb ick in eenen Bericht ut de Zeitung lesen, dat de Energie von en Viertelstünn Sünnenschien  utrecken würn, um Dütschland een Johr mit Energie to versorgen.
Und wenn ut dat gelingen würd, uk nur en lüttjen Bruchdeel von disse Energie to nutzen, weern wie schon en gewaltiges Stück wieter.
De Minschen ist ower dör so ene Veröffentlichung bewußt wurn wat för immense Energie in use Sünn steken deit.
Höpt wie dor up, dat Forschung und Wissenschaft dat gelingen deit, alle möglichen Technologien effizent und ton Woll von Natur un Minschen intosetten.

 

Lewe Heimotfrün, use Heimotvereen Connfor is jo nu all de ganzen Johren hindör de Organisátor för use Sünnwendfier.
Bedanken much ik mi bie all Fronslü und Manslü von Heimotvereen Connfor de sik bemüht hept,  dat Verständnis för use Heimot, use Nedderdütsche Sprok un use Egenort to bewohren.
Ik hep mi bi mehrere Autoren, de  versöcht hept, den Begriff „Heimot“ näher to definieren schlau mokt.
In de Herutgobe „Das Oldenburger Land“ ein starkes Stück Niedersachsen von  Rainer Rheude und Peter Kreier bin ik fündig wurden.

No mine Ansicht hept se alle recht, den Begriff „Heimot“ kann man up velfaltige Ort begripen.
Use Heimotvereen Connfor hett mit sine Aktivitäten veel för use engere Heimot bewirkt. Ow dat nu use belewte Danzköppel, use Theoterspeelers, use Taumokers oder veele andere Deel allns drägt dorto bi use Nedderdütsche Sprok  und use Egenort to bewohren.
Ower uk use velen Klotscheter und Boßelvereens trägt, dör ere Verbundenheit to Plattdütsch und Heimatspill dorto bi.
Et deit goht to weten, dat mit de Dach-organisationOldenborgische Landschaft“ und „Fresische Klotscheterverband“ achter disse Bewegung steiht.

Ton Schluß von min Bidrag to us hüdige Fest noch en lütjet Riemels von „Maria Westerkamp“:

Wenn´t Obend wat

Wenn de Sünn ünnergeiht,
de Obendhimmel in Farben gleiht,
dann wat et still in Flur und Feld,
Obendhimmel ob de Welt.

Ick wünsch jo all  mitenander een hartlichst
 

Dat goh jo got

Und hop, dat wie us nächset Johr all woller dropt to use Sünnenwendfier hier up den Barg in Connfor.